Wohnraumkosten in der Zukunft

Wohnraumkosten walther immobilien michendorfWohnraumkosten: Die Universität in Freiburg hat in einer Studie für die „Schwäbisch Hall“ festgestellt, dass Wohnkosten auch in Zukunft steigen werden. Es wird immer mehr Ein-Personen-Haushalte geben und der Wohnflächenbedarf pro Person demnach weiter ansteigen. Dazu tragen überwiegend alleinlebende Senioren bei, die eine immer höhere Lebenswartung haben. Der „Remanenzeffekt“ beschreibt einen Umstand, nach dem Familien oder Einzelpersonen ihre Wohnraumsituation nicht mehr an die geänderten Lebensumstände anpassen. Wenn zum Beispiel der Ehepartner der Senior/in gestorben oder die Kinder ausgezogen sind, wird der Wohnraumbedarf nicht den neuen Verhältnissen angepasst.

Junge Menschen ziehen zunehmend früher aus, um vor allem in den Großstädten zur Universität zu gehen oder eine Ausbildung zu machen. Von einem „Kohorteneffekt“ spricht man, wenn jeder neue Geburtenjahrgang (Kohorte) der Nachkriegsgeneration höhere Ansprüche an den persönlichen Lebensstandard stellt. Damit einher geht dann ein höherer Wohnraumbedarf dieser Personengruppen.

Beide Effekte zusammen sorgen für eine weiter fortgesetzte Nachfrage nach Wohnraum. Die Preise werden somit entsprechend weiter steigen. In der Studie heißt es: „Insbesondere der Trend zu kleineren Haushalten treibt die Nachfrage noch für Jahrzehnte und konterkariert damit teilweise den demografischen Wandel“. Aus anderen Studien und Berichten ist bereits bekannt, dass bis 2030 der Wohnbedarf pro Person von heute 45 Quadratmetern auf 49 Quadratmetern weiter steigen wird.

Besonders in den Ballungszentren werden die Preise weiter steigen. Wanderungsbewegungen innerhalb Deutschlands und die Migration nach Deutschland führen zu Bevölkerungswachstum in den Großstädten. Die Autoren der Studie beschreiben die zukünftige Entwicklung in den Ballungsräumen Deutschlands: „In begehrten Metropolen wie München und Berlin steigen die Preise sogar bis 2060, sodass mit erheblichen Wertzuwächsen gerechnet werden kann“.

Quelle: immoscout

  10. Oktober 2019
  Kategorie: Kosten/Finanzierung