Regeln für Studentenwohnheim und möblierte Zimmer

Regeln für Studentenwohnheim und möblierte Zimmer

Regeln für Studentenwohnheim und möblierte Zimmer

Laut dpa/Vivanty Home müssen Auszubildende oder Studenten, die nicht gleich in eine eigene Wohnung ziehen, einige Besonderheiten beachten. Im Studentenwohnheim oder in einem möblierten Zimmer, das sich im Haus des Vermieters befindet, haben sie nicht die gleichen Rechte wie andere Mieter.

Wer als Auszubildender oder Student ein möbliertes Zimmer in einer Wohnung mietet und mit dem Vermieter zusammenlebt, muss einige beachten. Es gibt laut Deutschem Mieterbund keinen gesetzlichen Kündigungsschutz. Wird die Miete monatlich gezahlt, ist es möglich, jederzeit ohne Grund kurzfristig bis zum 15. eines Monats zum Monatsende gekündigt zu werden (Paragrafen 549 und 573c BGB). Das kann allerdings durch eine vertragliche Vereinbarung verändert werden.

Auch für die oftmals sehr günstigen Zimmer im Studentenwohnheim gelten Abweichungen vom normalen Mietrecht. Der Mietzeitraum kann zum Beispiel nur für die Dauer eines Semesters vereinbart werden und die Mietkaution wird nicht verzinst. Der gesetzliche Kündigungsschutz findet ebenfalls keine Anwendung.

Studentenwohnheime brauchen zuerst einmal ein Konzept. Um als Studentenwohnheim gelten zu können, müssen Vermieter ein konkretes Belegungskonzept mit zeitlicher Begrenzung der Mietzeit und Rotation vorweisen. Andernfalls ist es nicht möglich, sich auf die Erleichterungen beim Kündigungsschutz zu berufen. Das hat der Bundesgerichtshof entschieden (Az.: VIII ZR 92/11).

  27. September 2019
  Kategorie: Mietrecht