KfW Förderung

Was ist die KfW?

Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) wurde 1948 mit dem Ziel gegründet, die deutsche Wirtschaft nach dem Krieg zu unterstützen. Das Kapital der Bank wird vom Bund und zu einem kleinen Teil von den Bundesländern bereitgestellt. Heute fördert die KfW Bankengruppe Bauherren, Existenzgründer, mittelständische Unternehmen, kommunale Infrastrukturmaßnahmen sowie Bildungs- und Entwicklungsprojekte.

Welche grundsätzlichen Fördermöglichkeiten der KfW gibt es?

Schwerpunkte der KfW-Förderung im Bereich Bauen, Wohnen und Energie sind die Schaffung und Förderung von:

  • Wohneigentum
  • Modernisierung
  • Wohnraum
  • energetische Gebäudesanierung
  • Bauen von sparsamen Neubauten
  • Photovoltaikanlagen
  • der altersgerechte Umbau von Bestandsimmobilien

KfW-Förderung 124

Mit dem Wohneigentumsprogramm unterstützt die KfW den Erwerb oder Bau von selbst genutzten Immobilien. Es werden Darlehen zu sehr günstigen Zinsen angeboten. Mit KfW 124 können bis zu 50.000 Euro finanziert werden. Deshalb ist mit der KfW in der Regel nur ein Teil der Immobilie finanzierbar. Das KfW-Darlehen ist als eine Ergänzung zu Ihrem Hauptdarlehen anzusehen. Dieses schließen Sie bei einer anderen Bank ab. Es ist sinnvoll, da ein KfW-Darlehen meist günstigere Zinsen bietet als eine normale Baufinanzierung.

Förderfähige Maßnahmen bei KfW 124

Mit der Darlehenssumme aus KfW 124 sind bestimmte Kosten rund um den Erwerb einer Bestandsimmobilie oder eines Neubaus finanzierbar, andere wiederum ausgeschlossen. Einen kurzen Überblick bekommen sie hier:

Was wird gefördert:

  • Kosten für das Grundstück beim Neubau
  • Herstellungskosten beim Neubau
  • Kosten für Material und Arbeitsstunden beim Neubau
  • Kosten für Außenanlagen beim Neubau
  • Der Kaufpreis einer bestehenden Immobilie
  • Kosten für Sanierungsmaßnahmen einer bestehenden Immobilie

Kreditarten beim Wohneigentumsprogramm der KfW

Beim KfW-Programm 124 werden zwei verschiedene Kreditarten angeboten:

  1. ein Annuitätendarlehen
  2. ein endfälliges Darlehen

Dabei ist das Annuitätendarlehen die häufiger gewählte Möglichkeit. Welche Art für Sie infrage kommt, ist abhängig von Ihren individuellen Finanzierungsvoraussetzungen.
Ein Annuitätendarlehen zeichnet sich durch immer gleiche Monatsraten aus. Diese ändern sich während der gesamten Sollzinsbindung nicht. Diese Zinsbindung legen Sie zu Beginn selbst fest. Dabei stehen Ihnen 5 oder 10 Jahre zur Verfügung. In dieser Zeit haben Sie einen immer gleich hohen Sollzins. Das Besondere am Annuitätendarlehen bei KfW 124 ist, dass sie mit ein bis drei tilgungsfreien Anlaufjahren beginnen. Sie definieren von Beginn an nicht nur eine Zinsbindung, sondern auch die Laufzeit des Kreditvertrags. Die KfW-Förderung möchte Sie damit in der Anfangszeit finanziell entlasten. Die geringere Monatsrate ist zu Beginn sehr hilfreich. Dennoch sollten Immobilienkäufer nicht aus den Augen verlieren, dass die Rate dann nach ein bis drei Jahren plötzlich steigt. Dann kommt der Tilgungsanteil hinzu.

Förderfähige Maßnahmen bei KfW 153

KfW 153 (Energieeffizient Bauen) stellt Darlehen zu niedrigen Zinsen in Höhe von bis zu 100.000 Euro pro Wohneinheit und Tilgungszuschüsse von bis zu 15.000 Euro pro Wohneinheit für Neubauten zur Verfügung. Käufer eines Neubaus können ihre Baufinanzierung also um einen günstigen Kredit ergänzen und zusätzlich einen Tilgungszuschuss bekommen. Der Neubau muss allerdings ein sogenanntes KfW-Effizienzhaus sein. Es werden dabei die Effizienzhaus-Standards 40, 40plus und 55 unterschieden.

Vorteile von energieeffizientem Bauen (KfW 153)

  • günstigere Zinsen als bei anderen Baudarlehen
  • Bis zu 15.000 € Tilgungszuschuss, der nicht zurückgezahlt werden muss
  • Eine Kombination mit KfW 431 möglich (Zuschuss zur Baubegleitung, z.B. für einen Energieberater)
  • Monatsraten bei fester Zinsbindung (Annuitätendarlehen)
  • Tilgungsfreie Anlaufjahre

Förderfähige Maßnahmen bei KfW 153

Das Programm KfW 153, Energieeffizient Bauen, fördert vor allem den Neubau von Wohneigentum. Voraussetzung dafür ist, dass die Immobilie selbst genutzt wird.

Was wird gefördert:

  • Kosten für Neubau eines KfW-Effizienzhauses 55, 40 oder 40plus (ohne Grundstückskosten)
  • Kosten für Ersterwerb eines KfW-Effizienzhauses 55, 40 oder 40plus (ohne Grundstückskosten)
  • Umwidmung nicht beheizter Nicht-Wohngebäude

KfW-Effizienzhäuser zeichnen sich durch einen sehr geringen Energiebedarf aus. Das senkt beispielsweise den Verbrauch von Gas oder Öl bei der Heizung. Damit können sie über die Jahre hinweg Kosten einsparen. Bei Neubauten gibt es folgende Standards:

  • KfW-Energieeffizienzhaus 40
  • KfW-Energieeffizienzhaus 40plus
  • KfW-Energieeffizienzhaus 55

Je niedriger die Zahl des KfW Effizienzhauses ist, desto besser ist die Energieeffizienz. Das bedeutet, dass der Energiebedarf geringer ist, je kleiner die Zahl wird. Gleichzeitig steigt die Förderung durch die KfW Bankengruppe. Für ein KfW-Effizienzhaus 40 gibt es also mehr Förderung als für ein KfW-Energieeffizienzhaus 55. Als Grundlage für die Einstufung sind die Vorgaben in der Energieeinsparverordnung (EnEV) für ein Referenzgebäude im Neubau maßgeblich. Die Förderung der KfW geht bei einer Referenzzahl von 100 davon aus, dass ein Neubau die Anforderungen der EnEV in Bezug auf den Primärenergiebedarf komplett erfüllt. Bei einem KfW-Effizienzhaus 40 werden diese Vorgaben um 60 Prozent unterschritten. Ein ebenfalls förderfähiges KfW-Effizienzhaus 55 weist einen um 45 Prozent geringeren Primärenergiebedarf aus. Erreicht wird der energetische Standard eines KfW-Effizienzhauses durch anlagentechnische und bauliche Maßnahmen durch die Einbindung regenerativer Energien, die der Verbesserung der Energieeffizienz dienen.

Baukindergeld

Nach dem Einzug in die neue Wohnimmobilie können Sie bei der Kreditanstalt für Wiederaufbau Baukindergeld beantragen, es sei denn, Ihr Haushaltseinkommen übersteigt jährlich die 90.000 € Grenze. Dann gibt es pro Kind 1.200 € im Jahr 10 Jahre lang. Das macht bei 3 Kindern in 10 Jahren eine Summe von 36.000 €. Der Antragsteller muss kindergeldberechtigt sein oder mit einem Kindergeldberechtigten in einem Haushalt leben. Die Beantragungszeitraum läuft bis 31.12.2020.