Illegale Nutzung der Wohnung durch Mieter

Illegale Nutzung der Wohnung durch Mieter

Illegale Nutzung der Wohnung durch Mieter

Wenn Mieter in ihrer Wohnung verbotene Geschäfte betreiben, kann der Vermieter dies sanktionieren. In einem dpa/Freie Presse Artikel wird beschrieben, dass das illegale Verhalten der Mieter den Eigentümer der Immobilien sogar zu schnellem Handeln berechtigt.

Wenn der Mitbewohner eines Mieters die Wohnung zum Rauschgifthandel nutzt, ist eine fristlose Kündigung der Wohnung grundsätzlich gerechtfertigt. Der Mieter muss sich das Verhalten seiner Mitbewohner zuschreiben lassen.

Laut einem Urteil des Amtsgerichts Frankfurt (Az.: 33 C 2815/18), auf das die Arbeitsgemeinschaft Mietrecht und Immobilien des Deutschen Anwaltvereins (DAV) hinweist, kann dieses Verhalten eine Kündigung nach sich ziehen.

Im vorliegenden Fall hatte die Polizei gegen den erwachsenen Sohn einer Familie ermittelt. Es wurde vermutet, dass aus der Wohnung heraus mit illegalen Drogen gehandelt worden ist. Bei einer Durchsuchung konnten größere Mengen Rauschgift sichergestellt werden. Der Vermieter kündigte der Familie daraufhin außerordentlich. Die Begründung war, dass der Hausfrieden durch das Verhalten nachhaltig gestört worden ist.

Dem Gericht zufolge führt strafrechtlich relevantes Verhalten zur Kündigung, wenn es eine gewisse Außenwirkung hat. Dies sei zum Beispiel dann der Fall, wenn eine Menge an illegalen Drogen gefunden worden ist, die den Eigenbedarf übersteigt. Weitere Beispiele sind Funde von illegalen Waffen und größere Geldbeträge in einer Mietwohnung. Der Mieter haftet, nach Ansicht der Richter, für Mitbewohner seiner Wohnung auch wenn er nichts von deren Aktivitäten gewusst hat.

Es ist keine vorherige Abmahnung notwendig, wenn trotz der Kündigung weiter mit Drogen in der Wohnung gehandelt wird. Eine Verhaltensänderung nach einer Abmahnung wäre dann nicht erkennbar.

  27. September 2019
  Kategorie: Mietrecht