Heizung bei kaltem Wetter

Heizung walther immobilien michendorf

Werden mehrere Wohnungen oder auch Wohngebäude mit einer gemeinsamen Heizanlage versorgt, ist von einer Gemeinschaftsheizung auszugehen. Für den Betrieb dieser Heizung ist der Vermieter bzw. die von ihm beauftragte Hausverwaltung zuständig.

Es sollte in Wohnungen mit einer Gemeinschaftsheizung im Mietvertrag geregelt werden, ab wann bzw. ab welchen Außentemperaturen diese eingeschaltet wird. Eine gesetzliche Regelung im Mietrecht gibt es dazu nämlich nicht.

Grundsätzlich muss bei längerem kalten Wetter eine Heizmöglichkeit bestehen, ansonsten haben die Mieter ein Mietminderungsrecht. Gängige Praxis ist es, die Gemeinschaftsheizung dann in Betrieb zu nehmen. Ist die Außentemperatur an drei aufeinanderfolgenden Tagen zwölf Grad Celsius, dann muss die Heizung in Gang gebracht werden können.

Das ist aber keine gesetzliche Regelung. Die Wohnung muss durchschnittlich warm sein. Dabei wird von etwa 20 Grad am Tag und 18 Grad in der Nacht ausgegangen.

Empfohlen wird, den individuellen Mietvertrag zu prüfen, ob diesbezügliche Vereinbarungen bestehen. Wenn nicht, sollten die Mieter auf die oben beschriebenen Regeln hinweisen und den Vermieter bzw. die Hausverwaltung schriftlich zur Inbetriebnahme der Gemeinschaftsheizung auffordern.

Quelle: Kleine Zeitung Österreich

  7. Oktober 2019
  Kategorie: Mietrecht