Erschlossene Grundstücke

Erschlossene Grundstücke walther immobilien michendorfEin Grundstück ist erschlossen und kann somit bebaut werden, wenn bestimmte Kriterien erfüllt sind. Dazu gehören: die Anbindung an das öffentliche Straßenverkehrsnetz sowie die Versorgung mit Strom, Wasser und Abwasser in bedarfsgerechter Form. Daneben gibt es noch weitere Erschließungsmerkmale, die nicht immer zwingend vorhanden sein müssen. Das sind die Leitungen für Telekommunikation (Telefon, DSL, Kabel TV), Gas und Fernwärme. Sind nur einige dieser Kriterien erfüllt, gilt ein Grundstück nur als teilerschlossen.

Die notwendigen Versorgungsleitungen und Verkehrswege müssen allerdings nur am Grundstück anliegen. Wenn diese in bestimmter Entfernung am Grundstück vorbeigeführt werden, gilt es trotzdem als erschlossen und nicht nur teilerschlossen. In manchen Orten und Gemeinden in Deutschland gilt ein Grundstück bereits als erschlossen, wenn sich Versorgungsleitungen und die Straßenanbindung in einem Radius von 100 bis 150 Metern um das Grundstück herum befinden.

Teilerschlossen ist ein Grundstück, dass noch nicht ganz für den Bau geeignet ist. Einerseits ist es an ein öffentliches Straßen- oder Wegenetz angeschlossen ist, andererseits sind noch keine Stromleitungen oder Abwassersysteme installiert worden. Die Kosten für eine vollständige Erschließung müssen eine Bauplanung einberechnet werden. Ein Grundstück gilt als nicht erschlossen, wenn keines der Erschließungskriterien erfüllt ist. Diese Grundstücke werden als Rohbauland bezeichnet.

Die Kosten für eine Grundstückerschließung können hoch ausfallen und müssen überwiegend von den Grundstückseigentümern getragen werden. Städte und Gemeinden übernehmen nur einen kleinen Teil der Abgaben. Meistens werden mehrere Grundstücke gleichzeitig erschlossen. Die Gesamtkosten verteilen sich somit auf alle beteiligten Eigentümer. In welchem Verhältnis diese verteilt werden, hängt von der Nutzungsart des Grundstücks, der Grundstücksgröße und der bereits bestehenden Erschließung ab.

Quelle: immoscout

  29. Oktober 2019
  Kategorie: Baurecht