Baukindergeld

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Laut Bundesinnenministerium haben seit dem 18.09.2018 135.000 Familien Förderanträge für das Baukindergeld gestellt. 70 Prozent der Antragsteller waren zwischen 25 und 40 Jahre alt. 60 Prozent dieser Personen haben ein zu versteuerndes Haushaltseinkommen von weniger als 40.000 Euro im Jahr. 60 Prozent der Anträge kommen aus städtischen Regionen. Die Förderanträge beziehen sich zu 24 Prozent auf Neubau und zu 76 Prozent auf Bestandskäufe. Die Tendenz beim Neubau ist allerdings steigend.

Die Förderung gilt für Immobilien, die seit dem 1. Januar 2018 gekauft worden sind. Bei Neubauten gilt der Tag der Baugenehmigung. Der IVD-Präsident Schick fordert die Bundesregierung auf, die positiven Erfahrungen mit dem Baukindergeld zur Grundlage für die weitere Wohneigentumspolitik zu nehmen. Schick plädiert dafür, das Baukindergeld über das Jahr 2021 hinaus dauerhaft zu gewähren und im Bundeshaushalt dafür unbefristet Mittel bereitzustellen.

Darüber hinaus brauche es aber flankierende Maßnahmen. Die Bundesregierung sollte das im Koalitionsvertrag angekündigte Bürgschaftsprogramm der KfW umsetzen. Damit könnte ein Anteil des Kaufpreises bzw. der Baukosten von selbstgenutztem Wohneigentum abgesichert werden. Das für den Erwerb benötigte Eigenkapital könnte dauerhaft gesenkt werden.

Ein weiteres Förderpotenzial für Immobilienerwerber bestehe bei der Grunderwerbsteuer. Die Steuer muss aus dem Eigenkapital des Erwerbs beglichen werden. Ein Freibetrag für den Ersterwerb von selbstgenutztem Wohneigentum würde dieses Eigenkapital schonen.

Quelle: ivd

  8. Oktober 2019
  Kategorie: Kosten/Finanzierung